Also für alle, die zu faul sind, Roberts Artikel (nicht die 30 Seiten) zu lesen:
In Mitteleuropa kommen die Feldlinien weder waagerecht noch senkrecht noch leicht schräg aus dem Boden !!!
Die Linien kommen ziemlich steil (knapp unter 70°) aus dem Erdboden. Der Winkel, in dem sie aus dem Boden kommen, hat nichts direkt mit der Geografischen Breite zu tun, also 90° - 42° oder so.
Am magnetischen Nordpol fallen sie senkrecht ein, und dass dort eine Kompassnadel rotiert, halte ich für ein Märchen.
Der Kompass rotiert so weit ich weiss auch nicht am mag. Nordpol, sondern in einem Kreis mit ca. 10° Abstand davon - wenn Solarsturm ist und die vom van-Allen-Gürtel umgeleiteten Teilchen dort auf Atmosphäre treffen und dort Nordlicht und jede Menge elektrische Verrücktheiten erzeugen.
Am magnetischen Äquator verlaufen die Feldlinien parallel zur Erdoberfläche - ideal für den Taschenkompass, aber schlecht für den Dentamag.
In mittleren Breiten (= bei uns) treten die Linien nun nicht stark schräg aus der Erdoberfläche, sondern viel steiler als man zunächst annehmen mag - zum Glück für uns.
Der KMZ-51 reagiert absolut, also auf statische Magnetfelder, und nicht auf Änderungen. Dass der Dentamag auf Änderungen reagiert ist ein Denkfehler - er reagiert, wenn eine bestimmte absolute Stellung erreicht wird, egal wie langsam: Selbst wenn man ihn mit 1° pro Tag kippt, wird er auslösen.
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Ein praktisches Forum parallel zum Entwicklungsforum begrüsse ich ausdrücklich. Nur würde ich ihm einen schöneren Titel wünschen als den hier angelegten. Mit Neils Erlaubnis wird der Moderator schon was machen können...
Ich würde es begrüssen, wenn als erstes nach den Erfolgsmeldungen, Bautipps usw. die "known problems" und die "known limitations" behandelt werden.
Eine der wichtigsten vorweg: Die Anzeichen verdichten sich stark, das mal wieder ein Polwechsel ansteht. Der Dentamag wird möglicherweise nur noch 12000 Jahre funktionieren...
Lasst uns Rauch atmen!
Bertram